Angriff auf den Iran: Gibt es einen Plan?

Angriff auf den Iran: Gibt es einen Plan?

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Ein Mann läuft durch den Schutt eines zerstörten Hauses und trägt die grün-weiß-rote Flagge Irans.

Die Themen der "Kulturzeit" vom 09.03.2026: Angriff auf den Iran - Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad, ein Tag ohne Frauen, Film "No Mercy", Schweizer Halbierungsinitiative, politische Plakate.

Die Themen der Sendung:

Angriff auf Iran: Was ist der Plan? - Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran wird mit zwei großen Zielen verbunden: mehr Sicherheit im Nahen Osten und der Sturz des Mullah-Regimes in Teheran. Was aber ist der Plan zum Erreichen dieser Ziele außer wochenlanger Luftangriffe? Fachleute haben Zweifel, ob es einen solchen Plan überhaupt gibt und erinnern an die erzwungenen Umstürze im Irak, in Afghanistan und in Libyen, die zu noch mehr Terror und Chaos geführt haben. Wir sprechen mit Ali Fathollah-Nejad, Direktor des Center for Middle East and Global Order. Er lehrt Nahost-Politik und internationale Sicherheit an der Hertie School in Berlin. Zuletzt erschien sein Buch "Iran - Wie der Westen seine Werte und Interessen verrät".

Ein Tag ohne Frauen

Einen Tag nach dem internationalen Frauentag sind weltweit auf zahlreichen Demonstrationen Frauen für mehr Gleichberechtigung auf die Straße gegangen. In Berlin versammelten sich auf dem Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor am Mittag mehrere Hundert Frauen unter dem Motto "Genug - Enough". Insgesamt waren an diesem Tag in Berlin laut Versammlungsbehörde 15 Demonstrationen zum globalen Frauenstreik angemeldet worden, darunter mehrere Kundgebungen über die Mittagszeit. Im Aufruf zum globalen Frauenstreik vor dem Brandenburger Tor wendeten sich die Organisatorinnen unter anderem gegen "wachsende Bedrohungen" von Frauen, trans, inter und nicht-binären Menschen. Kritisiert wurde ein Rechtsruck in der Politik und zunehmende Angriffe auf Gleichstellungspolitik, Frauenrechte und die Rechte queerer Menschen. Frauen wollten nicht länger die Auswirkungen von Kriegen, Krisen und globaler Ungleichheit hinnehmen, hieß es weiter. Bereits am 8. März waren zum internationalen Frauentag Zehntausende Menschen bei mehreren Versammlungen in Berlin auf die Straße gegangen.

"No Mercy" - Machen Frauen die härteren Filme?

In einem Gespräch mit der Dokumentaristin Isa Willinger erklärte die Filmemacherin Kira Muratowa: "Frauen machen die härteren Filme". Von diesem Satz aus entfaltet der Film einen Parcours durch das Filmschaffen von Regisseurinnen, deren Werke als radikal gelten, weil sie sich zur herrschenden patriarchalen Macht in ein Verhältnis setzen.