heute journal - der Podcast:Wahlschlappe für Trump: Hat MAGA ausgedient? Mit Cathryn Clüver Ashbrook und Arian Aghashahi
Bei den Midterms in den USA haben die Republikaner eine historische Niederlage eingefahren. Welche Folgen hat das für die Partei, für Präsident Donald Trump persönlich und vielleicht auch für die ganze MAGA-Bewegung? Wird er als geschwächter Präsident, als sogenannte „Lame Duck”, gemäßigter auftreten? Oder eskaliert Trump seine Außenpolitik noch weiter und strebt er vielleicht die nächste Stufe im Iran-Krieg an?
Darüber sprechen Host Helene Reiner und Anne Gellinek, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin, mit der deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook und mit Arian Aghashahi, einem Vertreter der Republikaner in Deutschland.
Die Republikaner haben in beiden Kammern, Repräsentantenhaus und Senat, ihre Mehrheiten an die Demokraten verloren. Auch in sonst tiefroten Bundesstaaten wurden Demokraten gewählt. Beispielsweise konnte sich in Texas der Demokrat James Talarico durchsetzen.
Die Midterm-Wahlen finden immer zur Halbzeit der vierjährigen Amtszeit eines Präsidenten statt. Dieses Jahr am 03. November.
Dabei stimmen die US-Amerikaner nicht über den Präsidenten selbst ab, sondern über den Kongress: das Parlament der USA. Das besteht aus zwei Kammern: dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Bei den sogenannten Midterms werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses gewählt, und über 35 der 100 Sitze im Senat abgestimmt. Das Repräsentantenhaus vertritt die Bevölkerung, der Senat die Bundesstaaten.
Repräsentantenhaus und Senat müssen den meisten Gesetzen zustimmen und den Haushalt beschließen. Das Repräsentantenhaus kann zudem den Präsidenten für ein Amtsenthebungsverfahren anklagen. Der Senat bestätigt wichtige Ämter der Regierung und Richter am Obersten Gericht.
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