heute journal - der Podcast:Meta vor Gericht: Stürzt das Social-Media-Imperium?
Meta steht in Kalifornien vor Gericht. 29 US-Bundesstaaten werfen dem Konzern hinter Instagram, Facebook und WhatsApp vor, Kinder und Jugendliche mit Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay und personalisierten Empfehlungen bewusst abhängig gemacht und gesundheitliche Schäden in Kauf genommen zu haben. Meta weist die Vorwürfe zurück.
Wusste der Konzern, wie gefährlich seine Plattformen für Minderjährige sein können? Könnte das Verfahren Meta dazu zwingen, die Funktionsweisen seiner Plattform grundlegend und somit sein Geschäftsmodell zu verändern? Und wäre ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche die richtige Antwort?
Darüber sprechen Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka mit dem Medienwissenschaftler Martin Andree und der Journalistin, Autorin und dreifachen Mutter Elisabeth Koblitz.
Sie diskutieren, wie viel Verantwortung bei den Plattformen und wie viel bei den Eltern liegt und wie ein soziales Netzwerk aussehen müsste, das nicht von unserer Aufmerksamkeitssucht lebt.
Denn: Studien finden immer wieder einen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit von jungen Menschen und Social-Media-Nutzung. Das heißt konkret: Wer sehr viel auf Social Media unterwegs ist, neigt häufiger zu Depressionen, Angststörungen, geringem Selbstwertgefühl und Suizidgedanken. Aber ob es da wirklich einen kausalen Zusammenhang gibt, ist umstritten.
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