heute journal - der Podcast: Gefahr durch „Super El Niño“?

heute journal - der Podcast:„Super El Niño“: Wie groß ist die Gefahr? Mit Anders Levermann und Özden Terli

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Marietta Slomka (l.) und Helene Reiner (r.) in "heute journal - der Podcast"

Extreme Hitzewellen, Trockenheit und Waldbrände bestimmen den Sommer 2026. Und nun beginnt auch noch „El Niño”. Das Klima- und Wetterphänomen soll in diesem Jahr besonders heftig ausfallen – der Pazifik könnte sich um drei Grad aufheizen. Der Sommer mit „rekordverdächtigen Hitzewellen“ und „apokalyptischen Waldbränden“ sei nur ein Vorgeschmack gewesen, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres: „El Niño gießt Öl ins Feuer eines Planeten, der bereits brennt.“

Kommt der „Super El Niño“? Wie gefährlich ist er und welche Folgen hat er für das Klima und für die Weltwirtschaft? Darüber sprechen Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka mit ZDF-Meteorologe Özden Terli und dem renommierten Klimaforscher Anders Levermann.

Keine guten Nachrichten zum Klima diese Woche. Das Robert Koch Institut (RKI) hat heute neue Zahlen herausgebracht: fast 12.000 Menschen sind gestorben. Und zwar: bis jetzt – Jahr ist noch nicht vorbei und die Zahl ist jetzt schon höher als sonst in jedem Gesamtjahr seit 2016.  

Die Bilder der verheerenden Waldbrände in Europa in diesem Jahr, in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Griechenland, die so viel zerstört haben, haben sich eingebrannt. Und in dieser Lage sagt uns der Chef der Vereinten Nationen, diese apokalyptischen Brände seien nur „ein Vorgeschmack” gewesen, dass das Phänomen „El Niño” quasi alles noch schlimmer machen würde. 

El Niño ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Peruanische Fischer stellten fest: Das Wasser vor ihren Küsten wurde um die Weihnachtszeit manchmal wärmer, sodass sie tropische Fische fangen konnten. Sie nannten das Phänomen El Niño, in Anlehnung an das Christkind.

Sehr starke El Niños, bei denen sich das Wasser im Zentralpazifik um mehr als zwei Grad erwärmt hat, gab es in den vergangenen 150 Jahren nur vier Mal: 1877, 1982, 1997 und 2015.   

Der El Niño von 1877 war wohl einer der stärksten und trug zu einer der verheerendsten Klimakatastrophen der Menschheitsgeschichte bei. 50 Millionen Menschen weltweit starben. Das Phänomen löste zeitgleich starke Dürren auf verschiedenen Kontinenten aus, mit großen Hungersnöten, etwa in Indien, Brasilien und im Norden Chinas. 

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Was steckt hinter den großen Schlagzeilen? Gemeinsam mit Marietta Slomka, Christian Sievers und Dunja Hayali blickt Helene Reiner in jeder Folge auf ein wichtiges Thema der Woche.
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