heute journal - der Podcast:Wird der Libanon ein zweites Gaza? Israels Ziele in Nahost.
Eine weitere Eskalation im US-Iran-Krieg wurde vorerst mit einer Waffenruhe abgewendet. Unklar, wie lange diese hält. Denn im Libanon setzt Israel seine Angriffe auf die Hisbollah fort. Für viele Menschen aus dem Süden Libanons bedeutet das: Flucht, zerstörte Dörfer und keine Aussicht auf baldige Rückkehr. Und im Schatten des US-Iran-Krieg schafft Israel auch in Gaza und im Westjordanland weiter Fakten. Mit welchen Zielen?
Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Dunja Hayali sprechen mit ZDF-Korrespondentin Golineh Atai, die gerade erst im Libanon war. Nahost‑Experte Jan Busse ordnet ein, welche Ziele Israels Regierung verfolgt, wie die aktuellen Entwicklungen in Gaza, im Westjordanland und im Libanon miteinander zusammenhängen und welche politischen Konsequenzen die anhaltenden Kämpfe für den Nahen Osten haben könnten.
2025 bestätigte Israels Premier Netanjahu in einem TV‑Interview, dass er die Vision eines „Groß-Israels“ unterstütze und sich auf einer „historischen Mission“ befinde.
Der Begriff „Groß-Israel“ wird dabei unterschiedlich definiert. Eine heute häufig von rechtsgerichteten Politikern verwendete Version bezieht sich auf die Gebiete, die Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberte: den Gazastreifen, das Westjordanland mit Ost‑Jerusalem, die von Syrien beanspruchten Golanhöhen sowie die Sinai-Halbinsel, die Israel 1982 an Ägypten zurückgab.
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