heute journal - der Podcast: Neuer Wehrdienst - ohne Pflicht?

heute journal - der Podcast:Neuer Wehrdienst: Wie viel Pflicht steckt drin? 

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heute journal - der Podcast mit Stefan Leifert und Dunja Hayali

Zum 18. Geburtstag einen Brief vom Staat bekommen, ob man bereit ist, in der Bundeswehr zu dienen. Ab nächstem Jahr soll das Realität werden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein neues Wehrdienst-Modell beschlossen. Aber wie viel Pflicht steckt da wirklich drin? Und reicht das Modell, um die Bundeswehr fit für die Zukunft zu machen? Dunja Hayali und Helene Reiner sprechen darüber mit Bundeswehr-Offizierin Wiebke Hönicke und dem Sicherheitsexperten Thomas Wiegold. Außerdem: Warum hält Reisen jung - jedenfalls Flamingos?

Der neue Wehrdienst soll ab Januar 2026 so laufen: Alle jungen Männer und Frauen bekommen mit 18 Jahren einen Fragebogen. Die Männer müssen ihn ausfüllen, für die Frauen bleibt das freiwillig. Wenn man den Fragebogen nicht beantwortet, wird ein ein Bußgeld fällig. Wer aufgrund dieses Fragebogens geeignet scheint, wird gemustert. Das heißt, Ärztinnen und Ärzte prüfen, ob jemand körperlich und psychisch geeignet ist für den Wehrdienst. Aus organisatorischen Gründen wird die Musterung für alle Männer erst ab dem 01. Juli 2027 verpflichtend.  

Wer nicht ausgemustert wird, kann entscheiden, ob er oder sie den Dienst machen möchte. Der dauert dann mindestens sechs Monate. In dieser Zeit sollen die Rekrutinnen und Rekruten mehr Geld bekommen. Nämlich 2.700 Euro brutto. Die Regierung möchte damit den neuen Wehrdienst attraktiver machen und hofft auf mindestens 5.000 Freiwillige pro Jahr. Die Möglichkeit, die Wehrpflicht zu reaktivieren, behält sich die Regierung vor.  

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Was steckt hinter den großen Schlagzeilen? Gemeinsam mit Marietta Slomka, Christian Sievers und Dunja Hayali blickt Helene Reiner in jeder Folge auf ein wichtiges Thema der Woche.
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