Der Kampf um Berg-Karabach

Der Kampf um Berg-Karabach

von Phoebe Gaa und Jörg Brase

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Konflikt in Berg-Karabach. Symbolbild

Es war einer der 29 Kriege im Jahr 2020: Der Kampf um Berg-Karabach, eine Region im Südkaukasus. Umkämpft von Armenien und Aserbaidschan seit Jahrhunderten. Die ZDF-Reporter*innen Phoebe Gaa und Jörg Brase waren unterwegs in der Region und berichten von tiefem Misstrauen und sehr vagen Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden. Der historische Hintergrund: Die Waffenstillstandsvereinbarung beendete die Kampfhandlungen zwischen Aserbaidschan und der "Republik" Berg-Karabach, die von Kämpfern aus Armenien unterstützt wurde. Der Krieg begann am 27. September 2020. In dessen Folge konnte Aserbaidschan ein Großteil der Gebiete zurückerobern, die es Anfang der 1990er Jahre im Krieg um Berg-Karabach verloren hatte. Zu Sowjetzeiten war Berg-Karabach mit überwiegend armenischer Bevölkerung ein autonomes Gebiet in der Republik Aserbaidschan. Ende der 1980er Jahre brach dort ein ethnischer Konflikt aus, die Region erklärte sich für unabhängig. Der Krieg dauerte Jahre und endete 1994. Seitdem existierte Berg-Karabach als nicht anerkannte Region und kontrollierte nicht nur sein ursprüngliches Territorium, sondern Teile der sieben umliegenden aserbaidschanischen Bezirke, die in den Medien als "Pufferzone" bezeichnet werden. Der Konflikt wurde eingefroren, internationale Verhandlungen im Rahmen der Minsk-Gruppe der OSZE brachten keine diplomatische Lösung.