Sieg beim ATP in Shanghai:Sinner weiter eine Klasse für sich
Jannik Sinner spielt in diesem Jahr in einer eigenen Liga. Im Finale des ATP-Turniers in Shanghai holte sich der italienische Tennisstar den nächsten großen Titel der Saison.
Jannik Sinner hat das Finale im Herreneinzel beim Tennisturnier in Shanghai gegen den Serben Novak Djokovic gewonnen. Der Italiener doniniert aktuell die ATP-Tour.
Quelle: dpa / Andy WongJannik Sinner hat mit einem Prestigesieg im Duell der Tennis-Superstars mit Novak Djokovic den nächsten großen Triumph in dieser Saison gefeiert. Der Weltranglistenerste aus Italien setzte sich im Finale des hochklassig besetzten Turniers in Shanghai gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Turniergewinner mit 7:6 (7:4), 6:3 durch.
Nach Miami und Cincinnati war es für Sinner bereits der dritte Titel bei einem Masters-1000-Turnier innerhalb eines Jahres. Das war auf der Tour zuletzt dem spanischen Altstar Rafael Nadal 2018 gelungen.
Glücklicher Sinner lobt Gegner Djokovic
"Gegen Novak zu spielen, ist einer der härtesten Herausforderungen, die es gibt. Ich bin sehr glücklich, wie ich die Situation gemeistert habe", sagte Sinner nach dem 7:6 (7:4), 6:3 gegen den 24-maligen Grand-Slam-Sieger aus Serbien.
Er ist eine Legende unseres Sports. Er hat keine Schwächen. Man muss versuchen, die sehr wenigen Chancen, die er dir gibt, auch zu nutzen.
Jannik Sinner über Novak Djokovic
Djokovic (37) gab das Lob zurück: "Er war einfach zu gut heute, zu stark und zu schnell."
Rekord-Mann Sinner weiter unter Dopingverdacht
Der 23-jährige Sinner, der zudem auf der Grand-Slam-Bühne die Australian Open und US Open gewonnen hat und das Jahr als Nummer 1 der Tennis-Welt beenden wird, kürte sich zudem zum jüngsten Champion des Shanghai-Turniers.
Sinner droht weiterhin trotz eines Freispruchs nach zwei positiven Doping-Tests eine Sperre. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte zuletzt in der Causa Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne eingelegt.
Djokovic wartet weiter auf den Jubiläums-Titel
Djokovic, mittlerweile 37 Jahre alt, verpasste dagegen den 100. Titel seiner Karriere. Der 24-malige Grand-Slam-Turniergewinner spielte erneut mit einer Bandage um das im Juni operierte rechte Knie und hatte nach dem Halbfinale "ein paar körperliche Probleme hier und da" zugegeben.
Im Finale war von einer Beeinträchtigung zumindest nichts zu sehen. Beide Topspieler ließen für den Gegner kaum Chancen zu, in den entscheidenden Momenten wirkte Sinner aber selbstbewusster und entschlossener. Unter den Zuschauern waren auch die Schweizer Tennis-Ikone Roger Federer und der Spanier Carlos Alcaraz, der im Viertelfinale ausgeschieden war.
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