41:38 gegen Ägypten:Offensiv-Feuerwerk: Handballer gewinnen ersten WM-Härtetest
Mit einem fulminanten Testspiel-Sieg gegen Ägypten hat das DHB-Team Vorfreude auf die WM im eigenen Land geweckt. Bundestrainer Gislason sammelt Argumente für einen neuen Vertrag.
Miro Schluroff (Deutschland, 5) gegen Ahmed Nafea (Ägypten, 79).
Quelle: imagoDeutschlands Handballer haben ihren ersten Härtetest auf dem Weg zur Heim-WM bestanden. Exakt 300 Tage vor dem Turnierstart im kommenden Januar zündete die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason beim 41:38 (21:18) gegen Afrikameister Ägypten ein Offensiv-Feuerwerk und knüpfte im ersten Länderspiel nach dem Gewinn der EM-Silbermedaille bis zu einer wackligen Schlussphase an die starken Auftritte vom Jahresbeginn an.
In einem doppelten Härtetest treffen die deutschen Handballer in den ersten Länderspielen nach der EM auf Ägypten. Alfred Gislason über die Partien und seine Zukunft als Bundestrainer.
19.03.2026 | 3:19 minSpielmacher Juri Knorr war vor 10.732 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle mit neun Toren der beste Schütze einer furiosen deutschen Offensive. Das Duell war der Auftakt in einen Testspiel-Doppelpack, dessen zweiter Teil am Sonntag in Bremen über die Bühne geht.
In erster Linie bin ich froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Jetzt schauen wir, was wir besser machen können, es war ein ganz schönes Torfestival.
Torhüter David Späth bei ProSieben
Ägypten schlägt mehrfach aus dem Rückraum zu
Die Nordafrikaner seien "ein sehr guter Gegner, wo wir wirklich sehr gut spielen müssen, wenn wir uns weiterentwickeln und gewinnen wollen", hatte Gislason im Vorfeld gemahnt. Dieser Eindruck bestätigte sich zu Beginn: Mit enormer Wucht kamen die Ägypter aus dem Rückraum mehrfach zu einfachen Toren. Das DHB-Team war in der unterhaltsamen Anfangsphase vorrangig im Gegenstoß gefährlich.
Als David Späth, der in Abwesenheit des geschonten Andreas Wolff zwischen den Pfosten stand, besser in die Partie fand, schraubte die DHB-Auswahl auch offensiv ihre Fehlerquote nach unten und legte einen Zwischensprint hin. Knorr krönte einen 6:1-Lauf zur ersten deutschen Drei-Tore-Führung - 10:7 (14.).
Großer Kampf, ohne Happy End: Deutschlands Handballer verlangen den favorisierten Dänen im Finale alles ab. Erst in der Schlussphase wird es deutlich, und die Gastgeber siegen 34:27.
01.02.2026 | 6:45 minDHB-Team mit anfälliger Defensive
Gislason, dessen Vertrag nach der Heim-WM 2027 ausläuft, verfolgte das Spektakel tiefenentspannt. Mit den Händen in den Hosentaschen registrierte der Isländer, wie der Offensivmotor seiner Mannschaft immer heißer lief. Einziger Makel: Die Defensive blieb trotz einiger Späth-Paraden anfällig.
In der entscheidenden Phase machen wir zu viele Fehler, das ist ein bisschen schade. Das muss uns wachrütteln.
Torhüter David Späth bei ProSieben
Mit fünf Toren in weniger als zehn Minuten in Folge gab Knorr nach dem Seitenwechsel gleich wieder die Richtung vor - und seine Teamkollegen folgten: Kapitän Johannes Golla machte bereits in der 41. Minute das 30. deutsche Tor, wenig später stellte Tim Freihöfer erstmals auf sechs Tore Vorsprung.
Zwar unterliefen beiden Teams immer wieder Fehler, doch diese machte Deutschland mit seinem starken Angriff wett. Gislason wechselte nun reichlich Personal: Für Späth durfte der Berliner Debütant Lasse Ludwig ins Tor und brachte sich gleich mit einer Parade ein.
Auch Rückkehrer Timo Kastening kam auf Rechtsaußen zum Einsatz. Das DHB-Team lies Ägypten zwar noch einmal herankommen, gewann letzten Endes dennoch.
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