Frau erliegt Verletzungen:Sechstes Todesopfer nach Magdeburg-Anschlag
Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember gibt es ein weiteres Todesopfer. Eine 52-Jährige erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.
In Magdeburg ist die Anzahl der Todesopfer auf sechs angestiegen - eine 52-jährige Frau erlag ihren Verletzungen. Die Zahl der Verletzten stieg in den letzten Tagen auf fast 300.
06.01.2025 | 0:21 minNach dem Anschlag in Magdeburg ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Eine 52-jährige Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg.
Kurz vor Weihnachten war ein 50-jähriger Mann mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Es kamen bislang sechs Menschen durch das Attentat ums Leben, ein neunjähriger Junge sowie fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren. Zudem gab es knapp 300 Verletzte.
„Es ist nicht so selten, dass sich Hinterbliebene beschweren, weil sie in ihrem Schmerz Dinge anders wahrnehmen“, sagt Bundesopferbeauftragter Roland Weber. Opferhelfer stünden bereit, drängten sich jedoch nicht auf.
06.01.2025 | 7:35 minTatverdächtiger in Untersuchungshaft
Der aus Saudi-Arabien stammende Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Mittlerweile wurde er in die Justizvollzugsanstalt Dresden verlegt, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. Die Verlegung wurde von Spezialkräften des Justizvollzugs vorgenommen.
Ein Sprecher des Justizministeriums in Magdeburg bestätigte lediglich allgemein die Verlegung eines Untersuchungsgefangenen, der bislang in der Justizvollzugsanstalt Burg (Landkreis Jerichower Land) untergebracht gewesen war.
Der Tatverädchtige stand vor der Tat in Magdeburg bei Ermittlungsverfahren immer wieder in Kontakt mit den Behörden. Zwischen April 2023 und Oktober 2024 trat er in sieben Ermittlungsverfahren in Erscheinung. In fünf Fällen war er Anzeigenerstatter, in zwei Fällen Beschuldigter. Bei den Ermittlungen rückt zudem die Frage der Schuldfähigkeit des 50-Jährigen ins Zentrum. Laut der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg wird ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob der Mann psychisch erkrankt ist.
Magdeburger Sicherheitskonzept auf dem Prüfstand
Diskutiert wird auch über das Einsatzkonzept der Polizei und das Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarkts. Der Mann war zwischen einer Fußgängerampel und einer Betonblocksperre hindurchgefahren. Laut dem Innenministerium in Magdeburg betrug der Abstand zwischen der Ampel und der Sperre zu beiden Seiten der Ampel jeweils rund sechs Meter. Der Standplan des Veranstalters sah eine Durchfahrtbreite von insgesamt vier Metern vor.
Zwei Wochen nach der Todesfahrt von Magdeburg gibt es immer mehr Hinweise auf Lücken im Sicherheitskonzept. Zudem werden weitere Details über den Täter bekannt.
04.01.2025 | 2:05 minWeiterhin soll aufgearbeitet werden, wieso Flucht- und Rettungswege nicht mit Stahlketten gesichert waren. Auch warum ein Polizeifahrzeug ein paar Meter entfernt von einem vorgesehenen Standort stand, wird untersucht.
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