Comeback für das Pop-Duo?:Modern Talking: Bohlen will, Anders nicht
Streit beiseite legen und dem früher erfolgreichen Pop-Duo Modern Talking neues Leben einhauchen? Das ist Dieter Bohlens Wunsch. Nur: Thomas Anders hält von der Idee gar nichts.
Nach großen Erfolgen aber auch Uneinigkeiten von Modern Talking überrascht Dieter Bohlen jetzt mit seiner Hoffnung auf Versöhnung. Thomas Anders sieht das anders.
17.07.2026 | 2:14 minDieter Bohlen hat nach eigenen Worten seinem früheren Modern-Talking-Kollegen Thomas Anders (63) ein Angebot zur erneuten Zusammenarbeit gemacht.
Der 72-Jährige sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich finde es Kinderkacke, wenn man seit vielen Jahren wegen irgendwas, was Thomas mal gemacht hat oder was ich gemacht habe, nicht zumindest mal darüber nachdenkt, unseren gemeinsamen Erfolg noch mal aufleben zu lassen."
Anders reagiert darauf mit einer klaren Ansage - das Statement veröffentlichte er auf seinem Instagram-Account.
Ein gemeinsames Comeback steht für mich nicht zur Diskussion.
Thomas Anders
Bohlen und Anders hatten in den 1980er Jahren als Pop-Duo mit Hits wie "You're My Heart, You're My Soul", "Brother Louie" oder "Cheri Cheri Lady" große Erfolge. 1987 trennten sie sich im Streit. Ein Comeback gab es zwischen 1998 und 2003. Die beiden Musiker waren sich seitdem nicht mehr sehr grün.
Instagram Post von Thomas Anders
Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Instagram nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Instagram übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Instagram informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Bohlen: Weltweites Interesse an Modern Talking
Bohlen erzählt von einem weltweiten Interesse, das es an Modern Talking gebe. Ihm seien von einem internationalen Konzert-Veranstalter zehn Auftritte angeboten worden, es habe Vorschläge zu einer Dokumentation über Modern Talking sowie zu einem Musical gegeben, sagte er.
Nicht ich allein bin Modern Talking. Wir beide sind Modern Talking. Deswegen habe ich Thomas gefragt, ob wir nicht wieder was gemeinsam machen wollen.
Dieter Bohlen
Der DSDS-Juror führt aus: "Die Idee mit dem Musical finde ich ganz gut, Thomas, glaube ich, auch. Bei möglichen gemeinsamen Auftritten sind wir noch unterschiedlicher Meinung. Ich möchte sie machen. Für die Fans und für unsere gemeinsame Geschichte."
Thomas Anders und Dieter Bohlen konnten als Modern Talking in den 80er-Jahren einen Charterfolg nach dem anderen feiern. Ein Comeback gab es zwischen 1998 und 2003.
Quelle: ZDF/Renate SchäferBohlen: "Ein letztes gemeinsames Aufleuchten"
Bohlen sieht vor allem im Ausland, etwa in Südamerika oder Osteuropa, große Erfolgsaussichten für Modern Talking. Doch auch in Deutschland könnten er und Anders im Zusammenschluss noch einmal gemeinsam Stadien füllen, vermutet er. "Es soll ja kein klassisches Comeback werden", sagte er. "Eher ein Geschenk an unsere Fans, weltweit. Ein letztes gemeinsames Aufleuchten einer Band, die längst Pop-Geschichte ist."
Meine Hand ist ausgestreckt.
Dieter Bohlen
Thomas Anders bei einem Auftritt im Zoo-Palast in Berlin am 12. März 2025.
Quelle: action pressAnders: Es war der Erfolg, der uns zusammenhielt
Noch zum 40-jährigen Jubiläum von Modern Talking im Jahr 2025 hatte Bohlen nach Angaben von Anders allerdings eine Zusammenarbeit abgelehnt. Damals hatte Anders die ersten sechs Alben des Duos neu aufgenommen. Bohlen habe das Angebot, sich daran zu beteiligen, abgelehnt, heißt es. "Ich selber habe mit Dieter Bohlen seit vielen Jahren nicht mehr gesprochen."
In der Talkshow "Kölner Treff" sagte Anders im Februar auf die Frage, warum sich das Duo 2003 getrennt habe:
Es funktioniert mit uns einfach nicht. Wir sind menschlich so unterschiedlich.
Thomas Anders beim "Kölner Treff" im Februar 2026
Was sie damals zusammengehalten habe, sei der Erfolg gewesen. Im Studio hätten er und Bohlen sich aber "immer fantastisch" verstanden. Nun bleibt die Band wohl Pop-Geschichte.