Niederlande:Haribo ruft "Happy Cola" mit Cannabis zurück
Haribo macht Kinder froh, so heißt es zumindest in der Werbung. Nun müssen aber Groß und Klein in den Niederlanden mit Schwindel rechnen, wenn sie eine falsche Packung erwischen.
Cola-Fläschchen mit Nebenwirkungen: In drei Fruchtgummi-Packungen in den Niederlanden wurde Cannabis entdeckt.
Quelle: ZDF/Lars DöringWeil in einigen Fruchtgummis Cannabis entdeckt wurde, hat Haribo in den Niederlanden "Happy Cola"-Produkte zurückgerufen. Bei mehreren Menschen, darunter auch Kinder, sei es zu gesundheitlichen Problemen gekommen, teilte die niederländische Lebensmittel- und Produktsicherheitsbehörde (NVWA) am Donnerstag mit.
Es sei zwar nur in drei Tüten "Happy Cola F!ZZ" Cannabis entdeckt worden, vorsorglich sei aber ein vollständiger Rückruf veranlasst worden. Dazu erklärte die NVWA:
Es sind Tüten mit Süßigkeiten im Umlauf, die beim Verzehr gesundheitliche Beschwerden wie Schwindel verursachen können.
Niederländische Lebensmittel- und Produktsicherheitsbehörde
"In den fraglichen Cola-Flaschen wurde Cannabis gefunden", sagte eine Behördensprecherin der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf die Form der beliebten Fruchtgummis. "Mehrere Personen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, erkrankten nach dem Verzehr." Die Polizei untersuche nun, wie das Cannabis in die Fruchtgummis gekommen sei.
Haribo ist ein deutsches Familienunternehmen mit weltweitem Erfolg. Die Süßigkeiten werden in über 100 Ländern verkauft. Zu welchem Preis? Die Wahrheit über Haribo mit Sebastian Lege.
19.07.2024 | 44:18 minHaribo gibt Sicherheitswarnung heraus
"Nach Rücksprache mit der NVWA und wie in solchen Situationen üblich, hat Haribo eine Sicherheitswarnung herausgegeben", sagte die Sprecherin und warnte:
Essen Sie diese Süßigkeiten nicht.
NVWA-Sprecherin
Auch das Unternehmen sprach von einem "ernsten" Vorfall. "Die Sicherheit unserer Verbraucher hat für uns höchste Priorität", erklärte Marketing-Vizechef Patrick Tax. Er verwies zugleich darauf, dass es sich nur um "eine begrenzte Anzahl von Fällen" handele. Haribo arbeite eng mit der Polizei zusammen, um die Ursache für die "Verunreinigung" zu klären.
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Tilo Wagner, Lissabon