Statistik zum Jahr 2025:Mehr Radfahrer im Straßenverkehr getötet
Auf Deutschlands Straßen sind immer mehr E-Bikes unterwegs. Vor diesem Hintergrund ist die Zahl tödlich verunglückter Radfahrer laut Statistischem Bundesamt gestiegen.
462 Menschen kamen im vergangenen Jahr durch Fahrradunfälle ums Leben, viele davon auf E-Bikes. Besonders ältere Verkehrsteilnehmer sind gefährdet.
27.04.2026 | 0:46 minDie Zahl der im Straßenverkehr getöteten Fahrradfahrer und -fahrerinnen ist im vergangenen Jahr auf 462 gestiegen. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Nach vorläufiger Statistik war jeder sechste (16,4 Prozent) im Straßenverkehr getötete Mensch mit dem Fahrrad unterwegs. Fast jedes zweite Opfer saß auf einem umgangssprachlich als E-Bike bezeichneten Pedelec.
Die Bundesregierung will mit einem verpflichtenden Türwarnsystem Unfälle wie das "Dooring" reduzieren. Vor allem sollen Radfahrer vor plötzlich geöffneten Autotüren geschützt werden.
04.12.2025 | 0:22 minViele Pedelec-Fahrer unter getöteten Radfahrern
Im Vergleich zu 2015 nahm die Zahl der getöteten Radlerinnen und Radler sogar um 20,6 Prozent zu. Der Anstieg sei auf die zunehmende Zahl von getöteten Pedelec-Nutzern zurückzuführen, erläuterte das Bundesamt. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden in dieser Gruppe 217 Getötete erfasst, 2015 waren es 36 Getötete.
Besonders gefährdet im Straßenverkehr sind laut Statistik ältere Radfahrende. Im Jahr 2025 waren 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Fahrradfahrerinnen und -fahrer 65 Jahre und älter. Lag deren Anteil bei tödlich Verunglückten mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor bei 56,3 Prozent, waren es in der Gruppe der getöteten Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer 67,3 Prozent.
An einem Großteil (66,5 Prozent) der insgesamt 95.794 statistisch erfassten Fahrradunfälle mit Personenschaden war eine zweite Verkehrsteilnehmerin oder ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 69,8 Prozent dieser Fälle handelte es sich dabei um eine Autofahrerin oder einen Autofahrer (44.463 Unfälle).
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23.05.2025 | 3:11 minFahrradfahrer selten an Unfällen mit Lkw schuld
Radler trugen den Angaben zufolge insgesamt bei rund drei von zehn Unfällen die Hauptschuld.
Je nach Unfallgegnerin oder Unfallgegner zeigen sich allerdings Unterschiede: Bei Unfällen mit Fußgängern wurde der Person auf dem Fahrrad häufiger (58,1 Prozent) die Hauptschuld angelastet. Waren Autos beteiligt, trugen die Radfahrenden nur bei einem Viertel der Fälle die Hauptschuld. Bei Fahrradunfällen mit Lastwagen waren es nur 21,4 Prozent.
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