Tauben vom Balkon fernhalten
Viele Menschen finden Tauben auf dem Balkon störend.
Sie hinterlassen Kot und bauen Nester.
Man kann Tauben vertreiben, ohne ihnen wehzutun.
Viele Tauben in Städten
Es gibt viele Tauben in Städten.
In Deutschland leben etwa 600.000 Tauben.
Früher waren Tauben nützliche Haus-Tiere.
Sie stehen für Liebe und Frieden.
Tauben waren früher Nutz-Tiere
Die Stadt-Taube stammt von der wilden Felsen-Taube ab.
Menschen hielten sie früher als Nutz-Tiere.
Menschen züchteten sie so, dass sie viele Junge bekommen.
Nach dem Krieg lebten viele Tauben in den Städten.
Sie fanden dort Nist-Plätze in Ruinen.
Es gab auch genug Essens-Reste für sie.
Tauben können bis zu achtmal im Jahr zwei Junge bekommen und aufziehen.
Futter lockt Tauben an
Wenn viele Tauben in der Nähe sind, finden sie dort Futter.
Das sagt Martin Rümmler vom NABU.
Der NABU ist der Naturschutz-Bund Deutschland.
Martin Rümmler sagt: Tauben sind da, wo Menschen sie regelmäßig füttern.
Oder an Orten, wo sie ein Futter-Angebot finden.
Futter-Angebote sind zum Beispiel:
- Essens-Reste
- Abfälle
Tauben fressen hauptsächlich davon.
Es ist nicht immer verboten, Tauben zu füttern.
Städte und Gemeinden können das aber verbieten.
Was tun bei zu vielen Tauben?
Wenn es zu viele Tauben gibt, kann man die Untere Naturschutz-Behörde anrufen.
Diese Behörde gibt Auskunft über offizielle Fütterungen.
Sie nimmt auch Hinweise auf Tauben-Probleme entgegen.
Zu viele Tauben auf zu engem Raum sind ein Problem.
Für die Menschen und die Tiere selbst.
Sie finden dort nicht genug Nist-Plätze und kein gutes Futter.
Betreute Tauben-Schläge helfen
Tierschützer finden betreute Tauben-Schläge gut, auch Martin Rümmler findet das.
Dort bekommen Tauben gutes Futter.
Sie können dort auch unter Aufsicht nisten.
Um die Anzahl der Tauben zu verringern, tauschen Menschen ihre Eier aus.
Man legt Plastik-Eier in die Nester.
Manche Gemeinden machen das schon mit Erfolg.
Keine Krümel und Nist-Plätze anbieten
Man sollte Folgendes nicht anbieten:
- Essens-Reste draußen liegen lassen
- Krümel draußen liegen lassen
Wenn man kleine Äste findet, sollte man sie wegräumen.
Man sollte mögliche Nist-Plätze verschließen.
Martin Rümmler sagt: "Tauben werden sich nicht niederlassen, wo Menschen sie regelmäßig stören."
Tauben mit Spiegeln und Raben-Atrappen vertreiben
Tauben bleiben gerne an einem Ort.
Wenn sie sich einmal niedergelassen haben, kommen sie immer wieder zurück.
Es ist schwer, sie zu vertreiben.
Attrappen von Raben helfen nicht lange.
Tauben sind schlau.
Sie merken schnell, dass sich die Figur nicht bewegt.
Wind-Spiele mit spiegelnden und beweglichen Teilen funktionieren besser.
Aber Tauben gewöhnen sich an alles.
Man sollte verschiedene Dinge ausprobieren.
Spikes und Netze
Es gibt Spikes und Netze gegen Tauben.
Spikes sind Stacheln aus Plastik oder Metall.
Tierschützer finden diese Dinge nicht gut.
Tauben können sich daran verletzen.
Martin Rümmler sagt: Netze müssen engmaschig und gut gespannt sein.
Sonst können sich Vögel darin verfangen.
Spikes müssen so dicht sein, dass Tauben nicht darauf landen können.
Sonst bauen sie dort vielleicht ein Nest.
Tauben-Kot: Was man wissen muss
Tauben-Kot ist oft flüssig, weil die Tauben nicht gut ernährt sind.
Sie fressen Essens-Reste statt Körner.
Tauben mit gutem Futter haben festen Kot.
Tauben übertragen Krankheiten nur selten auf Menschen.
Das Risiko ist nicht höher als bei Hunden oder Katzen.
Getrockneten Tauben-Kot sollte man erst einweichen.
Dann kann man ihn mit Essig-Wasser entfernen.
So atmet man keine Keime ein.
Bei viel Kot kann eine Maske helfen.
Tierschutz beachten
Straßen-Tauben sind verwilderte Haus-Tiere.
Das Tierschutz-Gesetz schützt sie nicht besonders wie wilde Tauben.
Aber das Tierschutz-Gesetz gilt auch für sie.
Man darf Tieren keine Schmerzen zufügen und man darf sie nicht töten.
Deshalb sind Pasten oder Klebe-Sprays gegen Tauben verboten.