Türkei: Özel gründet neue Partei gegen Erdoğan

Früherer CHP-Chef gründet Partei:Wird die "Neue Partei" Erdoğan gefährlich?

|
Links ist Özgür Özel, der die neue Partei gegründet hat. Rechts ist der türkische Präsident Erdogan

 In der Türkei tritt ein Teil der bisherigen CHP mit der Gründung der “Neuen Partei” gegen Präsident Erdoğan an. Wie erfolgreich könnte die neue Opposition werden? ZDFheute live analysiert.

Der frühere CHP-Chef Özgür Özel hat mit 90 weiteren Abgeordneten die Gründung der „Neuen Partei“ (Yeni Parti) beantragt, gemeinsam haben sie die CHP verlassen. Auslöser ist ein Gerichtsurteil, das den CHP-Parteitag von 2023 für ungültig erklärte, Özel absetzte und Ex-Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu vorläufig wieder ins Amt brachte. Kritiker sehen darin einen politisch motivierten Eingriff in die Opposition. Zudem wurden seit 2024 zahlreiche CHP-Politiker festgenommen. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück und betont die Unabhängigkeit der Justiz. 

Mit 91 Abgeordneten wäre die “Neue Partei” künftig die zweitgrößte Kraft im Parlament hinter Erdoğans AK-Partei. Die Oppositionspartei CHP verliert damit einen Großteil ihrer bisherigen Fraktion an die “Neue Partei”.  

Wie erfolgreich könnte Yeni Parti werden? Kann sie die bisherigen CHP-Wähler hinter sich vereinen? Welche Folgen hat die Spaltung der Opposition für Erdoğans Machtposition? Darüber spricht Barbara Parente bei ZDFheute live mit Türkei-Experte Yaşar Aydın von der Stiftung Wissenschaft und Politik.  

Mehr aus ZDFheute live