"E3 schwächt europäische Außenpolitik"

"E3 könnte die endgültige Zerstörung der europäischen Außenpolitik sein"

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Von links: Armin Laschet, Wolfgang Merkel, Maybrit Illner

CDU-Außenpolitiker Armin Laschet kritisiert Bundesregierungsinitiative zu Ukraine-Gesprächen mit Putin im E3-Format mit Frankreich und Großbritannien.

„Das ist natürlich, wenn man es nicht richtig macht, die endgültige Zerstörung der europäischen Außenpolitik“, warnte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. „Denn E3 ist nicht EU, die Briten sind überhaupt nicht Mitglied der EU“, betonte Laschet.

Wenn die europäischen Institutionen in diesen Prozess nicht einbezogen würden, „dann ist das ein neues Format – die drei großen Starken –, was aber nochmal die europäische Außenpolitik schwächen wird“, kritisierte der CDU-Politiker.

Zuvor hatten deutsche Regierungskreise verlauten lassen, dass sich langsam ein Fenster für Gespräche mit Russland öffne und die E3 dabei eine „wichtige Rolle“ spielen würden.

Auch Laschet sieht aber die Chancen für eine Verhandlungsbereitschaft Russlands steigen. „Es ist jetzt Dynamik und Bewegung drin, das ist das Gute.“ 

Angesichts der vermehrten Angriffe der Ukraine auf russischem Territorium merke Russlands Präsident Wladimir Putin, dass die Fähigkeiten der Ukraine besser seien als noch vor ein oder zwei Jahren. „Und deshalb glaube ich, dass das jetzt ein guter Moment ist, wo er vielleicht auch zu Gesprächen bereit sein könnte, einlenken könnte, weil er merkt, das kann noch intensiver werden.“

Dies ist ein Ausschnitt aus „maybrit illner“ mit dem Thema „Krieg oder Frieden – Trumps Chaos, Europas Chance?" vom 4. Juni 2026, um 22:15 Uhr im ZDF.