heute journal - der Podcast:Machtspiele – Infantino, Trump und die WM 2026
Ein FIFA-Friedenspreis für Donald Trump, der FIFA-Präsident im “Friedensrat” des US-Präsidenten, und zwei Kriegsparteien, die sich auf dem Fußballfeld gegenüberstehen könnten: Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist die größte Weltmeisterschaft der Geschichte und vielleicht auch die, bei der die Politik mehr Einfluss nimmt, als jemals zuvor.
Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka sprechen mit ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington und ZDF-Sportreporter Nils Kaben in Chicago darüber, was diese WM so besonders macht. Welche Rolle spielt die enge Männerfreundschaft zwischen FIFA-Boss Gianni Infantino und Donald Trump und ihre gegenseitigen Gefälligkeiten?
Infantinos Weg an die Spitze der FIFA beginnt mit spektakulären Korruptionsermittlungen. 2015 werden 7 hochrangige Fußballfunktionäre festgenommen. Es geht unter anderem um den Verdacht der Korruption bei der WM-Vergabe an Katar. In der Folge verlieren FIFA-Chef Blatter und sein möglicher Nachfolger Platini ihre Ämter.
Gianni Infantino ist zu dieser Zeit Generalsekretär beim europäischen Fußballverband, der UEFA. Er ergreift seine Chance und kandidiert für das Amt des mächtigsten Mannes im Fußballgeschäft.
Im Februar 2016 er am Ziel. Nach zwei Wahlgängen wird er zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt. Entscheidend ist dabei die Unterstützung aus den USA. Der US-Verband organisiert nach dem ersten Wahlgang die nötigen Stimmen für seine Mehrheit. Früh setzt sich Infantino dann für eine Weltmeisterschaft in den USA ein, genauso wie Donald Trump.
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