München: Surfen auf Eisbachwelle wieder erlaubt

Nach tödlichem Unfall in München:Surfen auf Eisbachwelle wieder erlaubt

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Vor zwei Monaten verunglückte eine Surferin an der Eisbachwelle in München. Jetzt hat die Stadt das Surfverbot im Englischen Garten aufgehoben - früher als erwartet.

Die Eisbachwelle in der Münchner Innenstadt. (Archiv)

Auf der Eisbachwelle in der Münchner Innenstadt darf wieder gesurft werden (Archivbild).

Quelle: ddp

Auf der Eisbachwelle in München darf ab sofort wieder gesurft werden. Die Stadt habe die Welle mit neuen Regeln zum Wellenreiten freigegeben, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit.

Im April hatte es an dem beliebten Surfspot im Englischen Garten einen Unfall gegeben, bei dem eine Surferin starb. Anschließend war die Welle gesperrt worden.

Trauer um Surferin an Münchner Eisbachwelle

Eine Surferin kam in Folge eines Unfalls an der Eisbachwelle in München ums Leben. Ihre Sicherheitsleine hatte sich am Grund des Eisbachs verhakt.

25.04.2025 | 1:38 min

Surfen an Eisbachwelle nur noch tagsüber

Laut Reiter ist Surfen jetzt nur noch erfahrenen und fitten Wellenreitern in Begleitung erlaubt - zwischen 5.30 bis 22 Uhr, um Rettungseinsätze bei Dunkelheit zu vermeiden.

Außerdem müssen Surfer eine selbst öffnende Leine ("Leash") für ihre Bretter verwenden. Dies soll verhindern, dass Surfer im Gefahrenfall unter Wasser geraten, weil sie sich nicht von ihrem Brett lösen können - wie es bei dem Unglück der Fall war.

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Die zügige Freigabe kam am Freitag überraschend. Am Vortag hatte Münchens Zweiter Bürgermeister, Dominik Krause (Grüne), noch von einer möglichen Freigabe "spätestens übernächste Woche" gesprochen.

Nach Surfunfall: Eisbach wird abgelassenv

Nach dem tragischen Tod der Surferin wurde die Eisbachwelle auf Anweisung der Polizei abgelassen. Der gedrosselte Bachlauf wurde abgesucht.

30.04.2025 | 2:39 min

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft München ihre Ermittlungen zu dem Unglück im April eingestellt. Im Ergebnis handle es sich "um ein äußerst tragisches Unglück", das nicht weiter aufklärbar sei, sagte die Sprecherin der Ermittlungsbehörde. Es sei "am wahrscheinlichsten", dass sich die Leash oder das Surfbrett selbst irgendwo verhakt hätten, etwa an Störsteinen, die in der Eisbachwelle am Grund liegen.

Frau von Feuerwehr aus Wasser geholt

In der Nacht zum 17. April war eine 33-Jährige mit ihrem Lebensgefährten - beide laut Staatsanwaltschaft geübte Surfer - zum Surfen an die Welle am Englischen Garten gekommen. Gegen 23.30 Uhr hörte der Lebensgefährte plötzlich Hilfeschreie und sah, wie seine Freundin samt Brett unter der Wasseroberfläche verschwand.

Anderen Surfern gelang es nicht, sie von ihrem Surfbrett zu lösen. Die Feuerwehr befreite sie schließlich. Die Frau kam in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus, wo sie etwa eine Woche später starb.

Quelle: dpa
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