Saudi-Arabien fängt Drohne über Region Riad ab
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition fängt nach eigenen Angaben eine Drohne in der Region Riad ab und zerstört sie, wie die Koalition mitteilt.
Die Lage in Nahost ist weiter angespannt - es kommt immer wieder zu Angriffen. Im Konflikt zwischen Iran und USA gibt es noch keine Lösung. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition fängt nach eigenen Angaben eine Drohne in der Region Riad ab und zerstört sie, wie die Koalition mitteilt.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi will Saudi-Arabien im Kampf gegen die pro-iranische Huthi-Miliz unterstützen - das ägyptische Parlament wird darüber am Sonntag beraten. Das Repräsentantenhaus werde "als Reaktion auf einen Aufruf von Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine Sondersitzung abhalten", berichteten Medien. Al-Sisi hatte zuvor erklärt, Kairo sei bereit, Riad zu verteidigen, falls das Königreich "darum bitten" sollte. Jeder ägyptische Truppeneinsatz erfordere jedoch die Zustimmung des Parlaments.
Israels Außenminister Gideon Saar hat den Angriff im Westjordanland als "die schweren Gewalttaten israelischer Randalierer" aufs Schärfste verurteilt. Eine polizeiliche Untersuchung sei eingeleitet worden, erklärte er auf X. Saar nannte es bedauerlich, dass der Besuch nicht mit der Armee abgestimmt worden sei.
Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen. Dabei hätten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach dagegen von einem "mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten".
Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen. Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Eine Stellungnahme der israelischen Armee liegt bislang nicht vor.
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) meldet Attacken auf Tankschiffe im Persischen Golf. In zwei separaten Meldungen berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über Vorfälle vom Freitag Hunderte Kilometer von der Straße von Hormus entfernt. Unweit der Küste Saudi-Arabiens sei ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Später sei ein weiterer Tanker von einem kleinen Schiff mit einem Raketenwerfer angegriffen worden, teilt die Behörde auf der Plattform X mit.
Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus in den vergangenen Tagen intensiviert.
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Der saudische Zivilschutz gibt nach einer Warnung vor Angriffen in der Stadt Abha nahe der jemenitischen Grenze wieder Entwarnung. Zuvor hatte der Zivilschutz vor Angriffen in der Region Dschasan und der südwestlichen Stadt Chamis Muschait gewarnt. In der Grenzregion häufen sich die Warnmeldungen, seit die Kämpfe im vergangenen Monat wieder aufgeflammt sind.
In der Straße von Hormus ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Öltanker auf eine Seemine gelaufen, explodiert und in Brand geraten. Dies berichten Medien des Landes. Das Schiff habe mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl transportiert und versucht, die strategisch wichtige Wasserstraße illegal über eine von Teheran nicht genehmigte Route zu durchqueren, heißt es in dem Bericht weiter. Die iranischen Angaben zu dem Vorfall lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Der Flughafen der jemenitischen Hafenstadt Aden ist Ziel eines Angriffs geworden. Zwei Raketen seien eingeschlagen, teilt die Polizei mit. Sie macht die von Iran unterstützte Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich. Opfer wurden laut der Polizei nicht gemeldet. Es sei der zweite Vorfall dieser Art binnen weniger als einer Woche.
Am Donnerstag hatten die Huthis den Präsidentenpalast in Aden angegriffen, in dem sich der Regierungssitz befindet.
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben abermals Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf das Königreich abgewehrt. "Wir haben drei Drohnen im Süden und über Riad zerstört", erklärte ein Sprecher der Koalition am Freitag im Onlinedienst X. Zudem seien zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer und eine ballistische Rakete über der für den Öltransport wichtigen Hafenstadt Janbu abgefangen worden.
Die israelische Armee hat laut Unicef im vergangenen Jahr mehr als 340 Kinder im Gaza-Streifen getötet. Eigentlich gelte seit Oktober 2025 in dem Gebiet eine Waffenruhe, erklärte das Kinderhilfswerk am Freitag. Dennoch seien bei Angriffen Israels zudem mindestens 600 Mädchen und Jungen verwundet worden. Gewalt, Vertreibung und Verlust von Familienmitgliedern seien immer noch Alltag von Kindern in Gaza.
Israelische Siedler haben in mehreren Dörfern des Westjordanlands Palästinenser attackiert. Rettungskräfte des Roten Halbmonds und örtliche Behörden teilten mit, dabei seien am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. Zudem hätten die Angreifer Bäume und Autos in Brand gesetzt.
Die Inflation in der Eurozone ist wegen hoher Energiepreise auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im September um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte.
Im September hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 18,9 Prozent im Jahresvergleich. Hintergrund sind die Folgen des Kriegs zwischen Iran und den USA mit einer Behinderung von Öltransporten aus den Fördergebieten am Persischen Golf. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht.
Die Ölpreise geben leicht nach. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 105,43 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent schwächer bei 97,44 Dollar. Auf Wochensicht haben beide Terminkontrakte allerdings zugelegt, der Preis für WTI sogar um 5,8 Prozent.
"Die Unsicherheit im Nahen Osten und die Sorge über die Verlässlichkeit der Öllieferungen durch die Straße von Hormus führen dazu, dass der Markt eine erhebliche Risikoprämie einpreist", schreiben Analysten von ING. Es müsse eine Art Abkommen zwischen den USA und Iran geben, um das Vertrauen der Märkte zu stärken, dass höhere Ölexporte aus der Region anhielten.
Der UN-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitgliedstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von "rücksichtslosen Angriffen" auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Der Sicherheitsrat verurteile die "anhaltenden und eskalierenden Huthi-Angriffe auf das Königreich Saudi-Arabien auf das Schärfste", hieß es in der Erklärung.
Das in New York ansässige Gremium kritisierte auch die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Zugleich hob der Sicherheitsrat "das Recht des Königreichs Saudi-Arabien auf Selbstverteidigung im Einklang mit dem Völkerrecht" hervor.
Hunderttausende Menschen sind in Jemens drittgrößter Stadt von der Nahrungsmittel-Versorgung abgeschnitten, Vorräte werden knapp. In Taiz haben viele Flüchtlinge Zuflucht gefunden.
Der Raketenangriff der pro-iranischen Huthi-Miliz auf den Sitz der international anerkannten Regierung im jemenitischen Aden hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Aus Regierungskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Regierungschef Schaja Mohsen Sindani habe sich während des Angriffs im Präsidentenpalast befunden, sei aber unverletzt, sagte ein Minister.
Irans Revolutionsgarden haben nach Angaben des US-Militärs ein Containerschiff in der Straße von Hormus mit einem Geschoss getroffen. Die "GFS PRIDE" sei dort aber - anders als vom Iran dargestellt - am Mittwoch nicht auf eine Seemine gefahren, betonte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X. Durch die Bestätigung des Angriffs ließ es aber auch erkennen, dass die Durchfahrt durch die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge für Handelsschiffe aktuell mit Risiken verbunden ist.
US-Präsident Donald Trump ist stets bemüht, das Signal zu senden, dass die USA die Situation in der Straße von Hormus voll unter Kontrolle hätten. Auch Centcom betonte in seinem Post nun: "Trotz des Angriffs verkehren weiterhin Handelsschiffe durch die Straße von Hormus (deren Hauptrouten nach wie vor minenfrei sind)".
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Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat nach saudischen Angaben den internationalen Flughafen von Riad in den vergangenen zwei Wochen 20-mal angegriffen. Das sagte Turki al-Maliki, Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi. Dabei seien insgesamt 17 Menschen getötet und mehr als 330 verletzt worden. Auch die indische Botschaft in Riad hatte ein Todesopfer in diesem Zeitraum gemeldet, weshalb teils von 18 Toten am Flughafen Riad die Rede war. Zudem seien zwei Menschen bei einem Huthi-Angriff auf den Flughafen Abha im Süden des Landes getötet und 28 weitere verletzt worden, teilte al-Maliki mit.
Die Huthi müssten ihre "terroristischen Handlungen, bei denen sie Zivilisten und zivile Ziele angreifen, sofort einstellen", sagte der Sprecher weiter. Das Bündnis habe im Zuge der Angriffe mehrfach Ziele der Huthi im benachbarten Jemen angegriffen und dabei unter anderem Raketenlager in der Gebirgsregion um Sanaa zerstört.
Im Golf von Oman ist iranischen Angaben zufolge ein Öltanker in Brand geraten, der versucht hatte, ein vom Iran gesperrtes Gebiet in der Nähe der Straße von Hormus zu durchfahren. "Vor einigen Stunden haben Überwachungsteams der Marine bei Patrouillen- und Überwachungsmaßnahmen im östlichen Teil der Straße von Hormus einen Tanker bemerkt, der gegen die Vorschriften verstoßen hat", erklärte die Armee laut dem iranischen Staatsfernsehen am Donnerstag.
Der Tanker sei in einem gesperrten Gebiet in Brand geraten, hieß es weiter. Das Schiff habe seine Ortungssysteme abgeschaltet und versucht, die verbotene Zone zu durchqueren. Wodurch der Brand ausgelöst wurde, gab die Armee nicht bekannt.
Zwei Männer sollen im Auftrag des iranischen Geheimdienstes antisemitische Mord- und Brandanschläge in Deutschland geplant haben. Sie wurden zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Sehen Sie hier die Hintergründe zu den Urteilen.